Glossarium oft verwendeter Ausdrücke aus der Sant Mat Literatur und den Lehren der Meister

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 A

| Adept | Meister der Wahrheit, hochqualifizierter Experte, Satguru, auch: Schüler eines spirituellen Pfades; Anhänger einer Lehre, Eingeweihter, Jünger. Lat. Adeptus: "jemand, der etwas erreicht hat." | | Adi Granth | Die heiligen Schriften der Sikhs; auch Guru Granth Sahib. | | Agam | Die namenlose (unaussprechliche) und formlose Region; eine Stufe unter Anami | | Ahimsa | Nichtverletzen, Nichtangreifen; Gewaltlosigkeit. Die Doktrin, wonach kein lebendes Wesen verletzt werden sollte; gemäß den Lehren Buddhas und den Jains | | Ajna oder Ajna Chakra | Sechstes feinstoffliches Zentrum im Körper (Chakra); Brennpunkt hinter und zwischen den beiden Augenbrauen, auch Til, drittes Auge, Divya Chaksu oder Shiv Netra genannt; Sitz der Seele. Ajna ist ein Sanskritwort und heißt wörtlich: Bewußtsein. | | Antish Karan | Bewusstsein | | Apara Vidya | Äußeres, weltliches Wissen; äußere (exoterische) Formen der Religion; Wissen, das durch die Sinne (Intelligenz, Beobachtung und Experiment) erfahren wird. Zu Apara Vidya gehören auch religiöse Gebräuche und Rituale, Fasten, Pilgerfahrten, etc. im Gegensatz zu Para Vidya (esoterisches Wissen vom Jenseits, höchstes Wissen) | | Asana | Yoga-Haltung bei Körperübungen oder Meditation | | Ashram | Spirituelle Zufluchtsstätte, esoterische Schule, Zentrum für spirituelle Lehren | | Atman | (gebundener) Geist. Auch: göttlicher Urgrund; Wirklichkeit; Licht, das durch die Sinne reflektiert wird. | | Augenbrennpunkt | Das feinstoffliche oder geistige Auge hinter und zwischen den beiden Augenbrauen, auch drittes Auge oder Einzelauge genannt | | Avatar | Inkarnation; Verkörperung des Göttlichen. Im Hinduismus sind Ram, Krishna und Narsingh Avatare von Vishnu, dem erhaltenden Aspekt von Gott. Sie wurden geboren, um ein Gleichgewicht zwischen gut und böse auf der Welt herzustellen. Die Rolle des Avatars ist verschieden von jener des Satgurus, welcher kommt, um Seelen zu Gott zurückzuführen. Das Sanskritwort Avatar bedeutet soviel wie Herabsteigen: ava = herab und tri = gehen. |

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 B

| Baba | Wörtlich: Vater; Ehrenbezeichnung bei der Anrede älterer Personen; auch für Heilige großen Verdienstes und Ansehens | | Babu | Herr (wird hinter den Namen gesetzt) | | Bani | Naam oder das Wort; von diesem abgeleitet Bezeichnung für das geschriebene Wort der heiligen Schriften; der Tonstrom | | Bhagavad Gita | Der Gesang des Erhabenen; philosophisches Gedicht; Teil des großen indischen Mahabharata-Epos; die Lehre Krishnas. In der Bhagavad Gita unterweist Krishna den Prinzen Arjuna, der im Kampf gegen feindliche Angreifer steht, im Yoga des selbstlosen Handelns | | Bhairag | Loslösung von weltlichen Vergnügungen; Askese; Verzicht | | Bhajan | Meditationsform; Hören auf die innere himmlische Musik. Eine der Sadhans (Disziplinen), um Selbsterkenntnis und Gotterfahrung zu erlangen. | | Bhakti | Hingabe zu Gott oder einem Gottmenschen; Meditationsform Auch: hingebungsvoller Gesang | | Bhandara | Gedächtnisfeier anlässlich des Todestages eines Meisters | | Brahm | Herr der zweiten spirituellen Region (Kausalebene); er kontrolliert auch die beiden unteren Ebenen, d. h. die physische und die astrale Ebene | | Brahma | Die erste Gottheit der Hindu-Trinität von Brahma, Vishnu und Shiva, welche die drei Prinzipien der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung symbolisieren. Brahma war beauftragt, die kausale, astrale und physische Region zu schaffen. Von der Sanskritwurzel brih = sich ausdehnen | | Brahm(a)charya | Keuschheit, Reinheit des Handelns, Kontrolle der Sinne Die Praxis des Zölibats; auch erste der vier Ashramas, bzw. Stufen der Erziehung | | Brahmand | Dritte spirituelle Region, auch Kausalebene oder Daswan Dwar genannt. Es ist der zweite große Hauptbereich der Schöpfung unterhalb von Sach Khand; spirituell-materielle Ebene des Universalen Gemüts; Verfall und Auflösung unterworfen | | Brahman | Wörtlich: Diese Seele ist Geist. "Du bist Das" oder "Ich bin Er" | | Brahmane | Priester; die höchste der vier Hindu-Kasten. Priesterstand, der sich mit den Studien und den Lehren befasst | | Buddha | Der Erwachte oder Erleuchtete; Seher des inneren Lichts; Titel, bzw. Beiname, der Prinz Siddharta Gautama (583 - 463 v. Chr.) gegeben wurde; Begründer der buddhistischen Religion | | Buddhi | Die Denkfähigkeit des Gemüts; der schlussfolgernde Verstand; das Unterscheidungsvermögen |

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 C

| Chakra | Wörtlich: Zentrum. Die Chakras sind Zentren übersinnlicher Wahrnehmungen und Lebensenergien. Nach den indischen Yogis gibt es sechs Hauptchakras im Körper, die entlang des Rückenmarks liegen: Guda (Rektum), Indri (Geschlechtsorgan), Nadi (Nabel), Hirdey (Herz), Kanth (Kehlkopf), Aggya oder Ajna (zwischen und hinter den Augenbrauen) | | Chit | Gedächtnis; innere Aufmerksamkeit; das, was dem Gemüt die Fähigkeit zum Denken gibt; Bewusstsein |

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 D

| Darshan | Blick, anblicken, im Besonderen: Gnadenblick eines Heiligen, innen oder außen | | Daswan Dwar | Region zwischen Brahmand und Par Brahmand, die beide zusammen den zweiten großen Hauptbereich der Schöpfung bilden; vgl. Amrit-saar | | Dera | Wohnsitz bzw. Ansiedlung, in der ein Heiliger lebt. Die Ansiedlung trägt den Namen des Heiligen, z. B. Dera Baba Jaimal Singh | | Derwisch | Muslim-Wort für Mystiker oder Gottmensch | | Devas | Götter; göttliche Wesen | | Dharam Raj | König des Todes; Hüter des Gesetzes; Richter der Seelen, der, wenn sie den Körper verlassen haben, entsprechend ihren Taten das Urteil spricht. Wird auch Yama Raj genannt | | Dhun | Schwingung des Tonprinzips in der Schöpfung; Musik der Sphären | | Dhyan | Konzentration; Kontemplation; Meditation auf das innere Licht, insbesondere das Sehen der strahlenden Gestalt des Meisters innen | | Diwali | Festival des Lichts, das in Indien jeden Herbst abgehalten wird, um dem Sieg von Rama über die Kräfte der Finsternis zu gedenken |

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 E


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 F

| Fana-fil-Allah | Sich völlig in Gott verlieren, in ihm aufgehen. Ausdruck der Sufis. Andere Schreibweise Fina-fil-Allah | | Fana-fil-Sheikh | Ganz im Meister oder Murshid aufgehen. Völlige Selbstaufgabe. Andere Schreibweise Fina-fil-Sheikh |

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 G

| Gandharas | Eine Klasse von Engeln | | Gemüt | Engl: mind. Das Gemüt im hier verstandenen Sinn entspricht dem Ego, auch Intellekt. Es wirft gewissermaßen einen Schleier um die reine Seele. Wenn sich die Seele mit den Objekten dieser Welt identifiziert, dann umhüllen oder bedecken die Eindrücke von den weltlichen Objekten die Seele. Die Gesamtheit dieser Hüllen ist unser Gemüt. | | Ghasele | Eine Form von klassischer, symbolträchtiger Urdu-Dichtung. Sie besteht aus einer Reihe von Zweizeilern, wovon jede eine bestimmte, in sich geschlossene Bedeutung hat. Der Ausdruck kommt von "Gazelle" wegen der Schönheit und Eleganz dieses Tieres. | | Gunas | Die drei Prinzipien, ursprüngliche Quelle aller karmischen Wirksamkeit | | Gurbani, Guru-Bani | Meist Bezeichnung für die Hymnen des Guru Granth Sahib; ursprünglich aber das heilige Wort (Gur-ki-Bani) oder Shabd, das ein kompetenter Meister (Guru) offenbart. Schriften der Sikh-Meister oder Adi Granth | | Gurdwara, Gurudwara | Sikh-Schrein oder -Tempel. Wörtlich: Tore zum Guru | | Gurmat Siddhant | Eine umfassende Abhandlung über Spiritualität in Punjabi, verfasst von Sant Kirpal Singh | | Gur(u)muk | Ergebener Schüler eines Gurus oder Meisters, der sein Sprachrohr geworden ist | | Guru | Spiritueller Lehrer oder Meister; buchstäblich: Zerstreuer der Dunkelheit, Lichtträger. Meister, der den Menschen "von der Dunkelheit ins Licht" führen kann |

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 H

| Hadi | Führer | | Hadjj | Pilgerreise nach Mekka | | Hari Naam | Das Wort des Herrn; siehe Naam | | Hatha Yoga | Eine Yogaform, die sich mit der Kontrolle des Körpers und letztlich auch der Beruhigung des Gemüts befasst | | Hazur | Wörtlich: große Seele. Eine respektvolle Anrede | | Heiliger | Ein Mensch, der "heil", also ganzheitlich ist, der die Göttlichkeit seiner Seele und allen Lebens erkannt hat, der in sich ruht und Ruhe, Frieden und Heilung ausstrahlt | | Hinduismus | Lehre, die sich aus den Veden entwickelt hat. Diese Lehre existiert seit Menschengedenken, es haben sich viele Verzweigungen entwickelt. Die Veden enthalten die Lehren von Tausenden von Heiligen |

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 I

| Ich | Das Ich (Ahamkara, wörtlich "ich tue") ist der Ursprung des Dualismus und der scheinbaren Trennung zwischen Mensch und Schöpfer. Ahamkara bringt die Menschen unter den Einfluss der Maya (kosmische Täuschung), so dass das Subjekt (Ich) fälschlicherweise als Objekt erscheint und die Geschöpfe sich für Schöpfer, für Handelnde halten. | | Indra | Die im Rig-Veda am häufigsten genannte indische Gottheit | | Initiation | Einweihung des Schülers durch den Meister. Im Falle eines Schülers des Surat Shabd Yoga erhält dieser die Verbindung mit dem göttlichen Licht und Ton bei der Initiation | | Ishwara | Sanskritname für Gott, den Herrscher des Kosmos. Von is = herrschen. Ausdruck aus den heiligen Hindu-Schriften |

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 J

| Jainismus | Soll von Mahavira, einem Zeitgenossen Buddhas, im 6. Jhdt. v. Chr. gegründet worden sein. Die Lehre war für diejenigen Menschen bestimmt, die in völliger Entsagung lebten und als Asketen umherwanderten. Am meisten wird in dieser Lehre das Nichtverletzen betont. | | Jap Ji | Teil der Sikh-Schriften; Botschaft Guru Nanaks. Morgengebet der Sikhs. | | Ji | Liebe- und respektvolle Anrede, die zu Personennamen hinzugefügt wird | | Jiva | Seele, die von einem oder allen drei Körpern, dem physischen, astralen und kausalen, umgeben ist; individuelle Seele, verkörperte Seele; Seele plus Gemüt; inkarnierte Seele. | | Jyoti | Inneres Licht; Meditation auf das innere Licht |

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 K

| Kal, Kaal, Maha Kaal | Die Zeit; Negative Kraft bzw. deren Machtbereich, welcher dem Verfall und der Auflösung unterworfen ist (vgl. Pralaya bzw. Maha Pralaya). Ihre Funktion ist es, Ordnung und Recht in der physischen, astralen und kausalen Ebene aufrecht zu erhalten. Ihre Manifestationen sind Brahma, Vishnu und Shiva. Der weibliche Aspekt von Kaal ist als Maya bekannt. Der vollständige Name lautet Kaal Niranjin. Gegensatz zu Akaal | | Kali | Ein Symbol Gottes, das die ewige Mutter Natur darstellt auch: das ewige Naturgesetz | | Kali Yuga | Das Zeitalter der Zeit, oder das dunkle Zeitalter. | | Ahimsa | Nichtverletzen, Nichtangreifen; Gewaltlosigkeit. Die Doktrin, wonach kein lebendes Wesen verletzt werden sollte; gemäß den Lehren Buddhas und den Jains | | Kalma; Kalam-i-Qadim | Hörbarer Lebensstrom; Tonstrom; das Wort. Der uralte Ruf des großen Muezzin (Gott); Bezeichnung der Muslim-Heiligen für das ursprüngliche Wort Gottes. | | Karma | Handlung; das Gesetz von Ursache und Wirkung. Der Begriff bezieht sich auf eine komplexe Hindu-Lehre, wonach die gegenwärtigen Handlungen die Zukunft bestimmen, nicht nur in diesem Leben, sondern auch im künftigen. | | Kasten | Vom Gesetzgeber Manu eingeführte Einteilung in vier Kasten. Die Zugehörigkeit zu einer Kaste hing ursprünglich nicht von der Herkunft eines Menschen ab, sondern von seinen natürlichen Fähigkeiten. Die vier Kasten entsprechen den Gunas, den Grundeigenschaften der Natur. Viel Unheil entstand, als das Kastensystem im Laufe der Jahrhunderte erstarrte und die Kasten erblich wurden | | Kirtan | Singen der heiligen Schriften mit Instrumentalbegleitung. | | Kriyaman | Karma, das wir im gegenwärtigen Erdenleben schaffen und das die Zukunft bildet und schmiedet; willentliches Tun. | | Kumbh(a) Mela | Religiöse Zusammenkunft der Hindus am Flussufer des Ganges; findet an vier Orten im dreijährigen Wechsel statt. Maha Kumbha Mela, findet alle 12 Jahre in Allahabad statt; größte dieser Pilger-Zusammenkünfte mit bis zu 30 Mio. Teilnehmern. Der Zweck ist, den Menschen stets ein geistiges Ziel vor Augen zu halten und die Begegnung mit Sadhus, Yogis und Asketen zu ermöglichen. |

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 L

| Lakh | Einhunderttausend | | Langar | Freiküche bei einem Heiligen | | Leela | Das von Gott in Gang gesetzte göttliche Spiel | | Lokh | Region; Welt | | Lotosblume, Lotusblume | Gilt von jeher als göttliches Symbol in Indien. Ihre sich öffnenden Blütenblätter deuten die Entfaltung der Seele an, und ihre aus dem Schlamm aufsteigende reine Schönheit versinnbildlicht eine hohe geistige Verheißung. (-> SOS-Logo) |

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 M

| Mahabharata | Indisches Epos. Bekanntester Teil ist die Bhagavad Gita | | Maharaj | Wörtlich: großer König. Titel des Respekts | | Mahatma | Wörtlich: Große Seele | | Manav Kendra | Wörtlich: Heimstatt der Menschheit (Manav = Menschheit; Kendra = Heim). 1969 erbaut von Sant Kirpal Singh in Dehra Dun am Fuße des Himalaya | | Mansarover | Der See bzw. Pool mit Nektar gefüllt in der dritten spirituellen Ebene, wo die Seele getauft und von allen Unreinheiten gereinigt wird. | | Mantra | Wortformel, die eine bestimmte Schwingung erzeugt. Geladene Worte, die einem Schüler bei der Initiation von einem vollkommenen Meister gegeben werden. | | Mat | Pfad oder Lehren | | Mataji | Wörtlich: universale, respektierte Mutter. | | Maya | Illusion, Täuschung. Region von Geist und Materie in ihrer gröbsten Form. Lässt uns das äußere Universum als real erscheinen. Wörtlich: Die Messende |

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 N

| Naam | Das Wort; Logos; Tonstrom, aus dem alle Schöpfungsebenen hervorgegangen sind und der sie alle durchdringt. Der schöpferische Aspekt Gottes, der waltende Gott, die innere Stimme Gottes. Das ursprüngliche Wort Gottes, die erste Offenbarungsform des Formlosen Einen (Nirankar) Bei den alten Weisen als Vak Devi, Shruti oder Sarosha bekannt, bei den Hindus als Nad oder Akash-Bani, bei den Christen das Wort (Logos), bei den Muslimen als Bang-i-Asmani, Kalma oder Kalam-i-Qadim, und bei den Sikh-Gurus als Naam oder Shabd. Dies sind alles Bezeichnungen für die sich zum Ausdruck bringende Gotteskraft, das Licht- und Tonprinzip. Auch Udgit. | | Namaste | "Ich verneige mich vor Gott in dir": traditioneller Hindu-Gruß bei der Begrüßung und beim Abschied | | Neh-Karma | Gedanken, Worte und Taten in Übereinstimmung und in bewusster Mitarbeit mit dem göttlichen Plan, wobei kein Karma entsteht; tatenlos im Tun | | Nirwana | Höchste Versenkungsstufe im Zen-Buddhismus. Im Nirwana ist die Seele frei von Gemüt und vom Einfluss der Sinne |

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 O

| Om, Aum, Onkar | Herr des Tons der zweiten spirituellen Region |

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 P

| Pandit, Pundit | Gelehrter der Hindu-Schriften; üblicherweise ein Brahmane | | Para | Vorangestellt in der Grundbedeutung: jenseits von | | Paramatma | Überseele; Gott | | Para Vidya | Kenntnis des Jenseitigen | | Param Hansa, Paramhansa | Eine gereinigte Seele, die in Amritsar, dem mit Nektar gefüllten See in Par Brahm, eingetaucht ist | | Param Sant | Heiliger der höchsten Ordnung, der Zugang hat zur Namenlosen Region, zu Anami | | Pind | Physisches Universum; physischer Körper; der niedrigste und am wenigsten spirituelle Schöpfungsbereich | | Positive Mystik | Von Sant Darshan Singh verwendeter Ausdruck für jene Form von Mystik, bei welcher der Sucher seine weltlichen Pflichten voll erfüllt, während er seine hohen spirituellen Ziele verfolgt | | Prakritis | Die fünfundzwanzig Offenbarungen der Natur. Die karmische Hülle besteht aus acht Prakritis | | Pralabdh Karma | Geschick; Schicksal; Bestimmung. Karma, welches unser gegenwärtiges Leben bestimmt und das vor dem Tode abgetragen werden muss. Karma, über das wir keine Kontrolle haben | | Pralaya | Auflösung der materiellen Welt; Maha Pralaya: große Auflösung der feinstofflichen Welten | | Pranas | Gesamtheit aller Energien und Kräfte der Natur; Lebensenergien, die das ganze Körpersystem durchdringen und die verschiedenen physiologischen Prozesse regulieren | | Prashad | Von einem Meister gesegnete Speise. Verliert seine Aufladung nie. |

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 R

| Rad der Wiedergeburt | Das Gesetz, das die drei unteren Ebenen, die physische, die astrale und die kausale Ebene regiert. Die Seelen werden in den verschiedenen Lebensformen immer wieder geboren, um das Karma oder die Früchte ihrer Taten auszugleichen | | Radha Soami | Herr der Seele; von Soami Ji von Agra verwendeter Ausdruck für Gott in seiner absoluten Form, auch bekannt als Anami. Rai Saligram, ein Nachfolger, begründete den Radha Soami Glauben | | Raja | König | | Ridhis, Riddhis | Übernatürliche Kräfte (18 Arten), werden meist in Verbindung mit Siddhis genannt. Man erwirbt sie, indem man die Gedankenkraft entwickelt, aber diese okkulten Kräfte behindern den spirituellen Fortschritt | | Ruhani Satsang | Spiritueller Satsang, Ausdruck von Sant Kirpal Singh für die Verbreitung der Wahrheit |

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 S

| Sach Khand | Der erste große Hauptbereich der Schöpfung. 5. Ebene auf der spirituellen Reise, sie besteht nur aus reinem Geist. Es ist der Bereich der Wahrheit, auch ewige Heimat genannt. Sitz der positiven Kraft. Bezeichnung der Sufis dafür: Mukam Haq. | | Sadachar | Rechtschaffenes Leben | | Sadh und Sadhu | Entwickelte Seele; Heiliger; asketischer Wandermönch. Jemand, der Kontrolle über das Gemüt und die Sinne erlangt hat. Disziplinierte Seele, die sich bis Par Brahmand erhoben hat | | Sadhana | Tägliche spirituelle, mentale und körperliche Übung, um das Gemüt zur Ruhe zu bringen; innere Disziplin. Auch: Weg oder anfänglicher Weg, der zu Gott führt | | Sahaj | Zustand der Ausgeglichenheit | | Sahansdal Kanwal | Wörtlich: Region des tausendblättrigen Lotus. Zentrum der Astralebene; Synonym von Sahasrar | | Sahib | Höchster Herr; als Zeichen des Respekts häufig dem Namen von Heiligen beigefügt: Kabir Sahib, Tulsi Sahib, etc. | | Samadhi | Sanskrit: sam (zusammen mit), adhi (das ursprüngliche Sein). Der Geist ist vollkommen im Herrn versunken. Letzte, höchste Stufe des Yoga: "Ich bin Du". Einssein mit dem Absoluten | | Sanchit | Aufgespeicherte Karmas; Vorratskarma; seit Urzeiten angesammelt | | Sangat | Die Gemeinschaft der Schüler eines Heiligen; heilige Gemeinschaft | | Sanskrit | Alt-indische Sprache der Gelehrten und Weisen. Sanskrita = geschliffen, vollkommen. Sanskrit ist die älteste aller indogermanischen Sprachen. Das vorbildlich aufgebaute Sanskrit-Alphabet besteht aus 50 Buchstaben, von denen jeder eine feststehende, unveränderliche Aussprache hat. Jede falsche Aussprache oder phonetische Unsicherheit wird so verhindert. | | Sant | Heiliger der höchsten Ordnung, in dem sich Gott offenbart. | | Sant Mat | Der Pfad der Meister, Meditationspfad des göttlichen Licht- und Tonstromes, siehe auch Surat Shabd Yoga. Weg der Liebe, Hingabe und Erfahrung, der Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, Demut, Selbstlosigkeit und des selbstlosen Dienstes. | | Satguru, Sant Satguru | In der indischen Heiligen-Terminologie Meister (Heiliger) der höchsten Ordnung; vollendeter Meister, Gottmensch, von Gott beauftragt, die weltmüden Seelen in ihre ewige Heimat (Sach Khand) zurückzubringen. Ohne ihn kann ein Schüler keine Befreiung erlangen. Nur er kann höchste Weisheit vermitteln. | | Sat Naam | Das von Sat Purush ausgehende Naam oder Wort | | Satsang | Vortrag eines vollendeten Meisters; Zusammenkunft, die von einem solchen Meister oder seinem Repräsentanten geleitet wird; Verbindung mit einem Meister auf der äußeren oder den inneren Ebenen. Buchstäblich: Gemeinschaft mit der bzw. in der Wahrheit. Sat bedeutet wörtlich Sein, daher auch Essenz, Wahrheit, Wirklichkeit. Sang bedeutet Vereinigung | | Satvic, Satvik | Gehört zu Satogun; harmonisch, ruhig, bezüglich Ernährung; solche Nahrung, die Harmonie und Ruhe erzeugt, d. h. streng vegetarische Nahrung. Eine der drei Gunas oder Eigenschaften des Gemüts. | | Seele | Der physische Körper besteht aus Materie und ist vergänglich. Unser wahres Selbst, die Seele oder der Geist, ist unsterblich, ewig. Die Seele ist ein Teil Gottes und hat ihre eigene Existenz. Sie ist in ihrem reinen Urzustand allwissend, furchtlos, voller Freude und Glückseligkeit. Der Sitz der Seele ist am dritten Auge, zwischen und hinter den beiden Augenbrauen. Um unseren wahren Zustand bzw. die Seele zu erkennen, müssen wir unsere Aufmerksamkeit von der äußeren Welt zurückziehen (g Meditation). Die Seele existiert unabhängig davon, ob sie einen Körper und ein Gemüt hat oder nicht. Wir Menschen sind daher verkörperte Seelen bzw. Seelen mit Körper und Gemüt | | Seva | Selbstloser Dienst, ohne Mitwirkung des Ego. Seva kann physisch, intellektuell, finanziell oder spirituell geleistet werden | | Sidhis, Siddhis | Die acht außergewöhnlichen Yogakräfte. Durch Yoga erlangte Fähigkeiten, die in Patanjalis Yoga-Sutras erwähnt werden.
- Anima: für äußere Augen unsichtbar werden
- Malima: den Körper in beliebige Größe ausdehnen können
- Garima: den Körper beliebig schwer machen
- Laghima: den Körper beliebig leicht machen
- Prapti: alles, was man will, durch bloßes Wünschen erhalten
- Ishtwa: allen Ruhm für sich erlangen
- Prakayama: die Wünsche anderer erfüllen können
- Vashitwa: andere unter Einfluss und Kontrolle bringen.
Alle diese übernatürlichen Kräfte muss man meiden, denn sie behindern den spirituellen Fortschritt. | | Simran | Unablässiges Denken an etwas; besonders ständiges Gottgedenken; Wiederholung der heiligen geladenen Namen Gottes | | Singh | Löwe | | Spiritualität | Die praktische Beschäftigung mit den wesentlichen Lebensfragen | | Surat | Aufmerksamkeit; der äußere Ausdruck der Seele | | Surat Shabd Yoga | Vertiefung in das heilige Wort oder den heiligen Ton; die esoterische spirituelle Praxis des Einswerdens mit dem Absoluten durch Vereinigung (Yoga) des Ausdrucks der Seele (Surat) mit dem Ausdruck Gottes (Shabd, Naam oder das Wort). | | Swami, Soami | Soami: Herr. Wird auch angewendet auf den Angehörigen eines Hindu-Mönchsordens. Tiefere Bedeutung: "jemand, der eins mit seinem Selbst (swa) geworden ist" |

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 T

| Tamsic, Tamsik | Gehört zu den Tamas Guna; träge, stumpf; bezüglich der Ernährung; solche Nahrung, die Trägheit unterstützt und niederdrückt oder die Seele unterhöhlt, wie Fleisch, Fisch, Eier, Alkohol | | Til oder Tisra Til | Drittes oder geistiges Auge, das in den Evangelien als „einfältiges Auge“ bezeichnet wird; bei den Hindus als Shiv Netra oder Divya Chakshu, bei den Sufis als Nukta-i-Sweda bekannt | | Trikuti | Der obere Teil von And. Zweite Ebene bei der spirituellen Reise aufwärts. Brahm. Heimstätte des Gemüts. Trikuti bezieht sich auf drei goldene Berge dieser Region |

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 U

| Udgit | Eine der Bezeichnungen für Naam oder das Wort | | Upanishaden | Wörtlich: nahe bei Gott sitzen. Der philosophisch-mystische Teil der Veden. Geheimlehren; esoterisches Schrifttum des alten Indien, z. B. Chandogya, Mandukya oder Nad Bind Upanishad, oft in der Form von Dialogen | | Urdu | Eine Sprache, die für die Armee der Muslimperiode erfunden wurde. Die Sprache ist Hindi, die Schrift und das Vokabular sind persisch (arabisch). Urdu wird besonders in Städten, Uttar Pradesh, in Punjab und in Pakistan gesprochen. |

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 V

| Vairagya | Loslösung | | Vedanta | Der Schlussteil der Veden, einer indischen philosophischen Schule, basierend auf den Upanishaden; Kommentar der Veden. Wörtlich "Ende der Veden." | | Veden | Die ältesten heiligen Schriften Indiens. Wörtlich: verwirklichtes Wissen. Es gibt vier grundlegende heilige Bücher des alten Hinduismus: RigVeda, SamaVeda, Yajur Veda, Athar Veda. Sie bilden den Grundstein der Hindureligion. Sie wurden durch die Zeiten hindurch von Menschen weitergegeben, die sie auswendig rezitieren konnten. |

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 W

| Wahi Guru | Höchstes Wesen, Gott |

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 Y

| Yama | Richter-Gott, der auf Grund des Karmas ohne Erbarmen richtet. Auch: Die Gottheit Tod, Todesengel, der den negativen Aspekt der höchsten Kraft darstellt und im Universum gemäß den Taten jedes Einzelnen Recht spricht. Auch: König des Todes | | Yajnas | Große Seelen | | Yoga | Von der Sanskrit-Wurzel „yuj“ abgeleitet, was „wieder- vereinigen“ heißt; die letztendliche Aufgabe des Yogi ist es, sich mit Gott oder dem Herrn wieder zu vereinigen | | Yugas | Zeitalter, Weltalter, große Zeitperioden Ein vollständiges Yuga hat vier Stufen:
- Sat Yuga: das Goldene Zeitalter
- Treta Yuga: das zweite, Silberne Zeitalter
- Dwapar Yuga: das dritte, Kupferne Zeitalter
- Kali Yuga: das vierte, Eiserne oder Dunkle Zeitalter
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